img-06

– Unser –

Leitbild

1. Wir leben und formen eine respektvolle, wertschätzende und tolerante Umgebung mit allen Beteiligten und für alle.

2. Wir betrachten die Pädagogik Maria Montessoris als Grundlage unserer Arbeit:

Die Freiarbeit ist das Kernstück unserer Arbeit.
Wir schaffen eine gestaltete Umgebung des Ganztages, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht wird.
In der Projektarbeit verknüpfen wir Wissen und Handeln, um Zusammenhänge erfahrbar zu machen und Wertschätzung für das Geschaffene zu entwickeln.

3. Wir schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der die Kinder ihr Potenzial eigenverantwortlich nutzen und ihre Persönlichkeit innerhalb der Gemeinschaft entfalten.

4. Wir begleiten die Kinder beim selbstständigen Arbeiten und ermöglichen ihnen, auf ihrem individuellen Niveau zu lernen.

5. Wir, die an unserer Schule tätigen Menschen, bringen uns mit unserer Persönlichkeit und Kreativität aktiv in das Schulleben ein.

6. Wir setzen die Partizipation von Eltern, Kindern, Pädagoginnen und Pädagogen als durchgängiges Prinzip um.

Informationen zur Pädagogik der Pettenkofer Grundschule

Die Pettenkofer Schule ist eine Schule mit einer besonderen pädagogischen Ausrichtung nach Maria Montessori. Maria Montessori gründete 1907 Rom die erste päd. Einrichtung, ein Kinderhaus (entspr. Dem Kindergarten). Die erste deutsche Montessorischule entstand 1923 in Jena. Folgende Aspekte liegen unserer Arbeit zugrunde.

Die Individualität des Kindes

Das Kind und seine Individualität wird in den Mittelpunkt des Lernens gestellt. Wir gehen davon aus, dass Kinder ganz natürlich aus ihrer eigenen Motivation lernen wollen, sich ihre Lebensumwelt aneignen und sich entwickeln wollen. Die Montessori-Pädagogik stellt die Bedürfnisse, Talente und Begabungen des einzelnen Kindes in den Mittelpunkt. Kinder lernen am besten in ihrem eigenen Tempo und in ihrer eigenen Art.

Wenn dies berücksichtigt wird, kann die natürlichen Freude des Kindes am Lernen befördert werden. Kinder, die in ihrem eigenen Rhythmus und den eigenen Interessen folgend lernen, erleben Selbstvertrauen und Selbstständigkeit und verinnerlichen das Gelernte so am besten.

Die räumliche Gestatltung

Die Gestaltung das Klassenraumes ist an die psychischen Bedürfnisse der Kinder angepasst, so dass diese sich mit allen Sinnen zu entfalten können. Der Zugang zu Lerninhalten erfolgt entsprechend dem kindlichen Denken nicht auf abstraktem Wege, sondern grundsätzlich über die Sinne des Kindes. Greifen und Be-greifen werden zur Einheit im Lernprozess. Die Lehrmaterialien, die grundsätzlich immer die kindl. Sinne ansprechen, stehen frei zugänglich, in Greifhöhe der Kinder, im Regal. Deren ästhetisch ansprechende Präsentation hat einen hohen Aufforderungscharakter und erzeugt Neugierde.

Jedes Material ist im Raum nur einmal vorhanden. Die Kinder werden so Rücksichtnahme erlernen, der Wert des einzelnen, hochwertigen Materials wird vom Kind geschätzt werden und die Arbeit damit wird aufmerksam und fokussiert erfolgen. Die Kinder wählen frei, nach ihrem jeweiligen Entwicklungsstand, mit welchem Material sie arbeiten möchten. Sobald die Pädagogin Interesse feststellt, wird das Kind dann in den Gebrauch des Materials eingeführt. Nun kann es selbstständig mit dem Material arbeiten, die Pädagogin zieht sich zurück, Kinder erleben Selbstvertrauen/Selbstständigkeit.

Die organisatorische Struktur unserer Schule

Kinder lernen in jahrgangsübergreifenden Klassen der Klassenstufen 1/2/3 und 4/5/6. In jeder Klasse sind zwischen 24 und 26 Kinder. Im Idealfall 8/8/8.

Die Vorteile

Die neuen Kinder haben ältere zum Vorbild. Kinder lernen von Kindern viel besser, sie gelangen zur Selbstständigkeit, entwickeln Selbstvertrauen. Jede/r SchulanfängerIn erhält ältere Patenkinder, die zur Seite stehen, wenn Hilfe nötig: Weg zur Toilette/zum Hof und zurück, zur Turnhalle…

Die älteren verfügen hierdurch über hohe Kompetenzen der Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Respekt. Vergleichende Konkurrenz wird hierdurch vermieden, da jeder auf seinem eigenen Niveau lernt. Schnelle Lerner können sich mit älteren Kindern zusammentun, langsamere mit jüngeren. Keiner wird beschämt oder überheblich. So wird Leistungsdruck durch Vergleichen verhindert.

Beim Wechsel in die Klasse 4 sind die vormals großen Drittklässler wieder die Kleinen. ein Perspektivwechsel/Rollenwechsel findet statt. Ab Klasse 5 werden Noten erteilt, da Übergang zur Oberschule dies verlangt. Kinder in 4/5/6 lernen nach den gleichen Prinzipien. Das Denken der Kinder wird abstrakter. Zunehmend werden konkrete Materialien von Stift und Papier ergänzt bzw. abgelöst.

Das Klassenleiterprinzip ermöglicht fächerverbindenden, projektorientierten Unterricht in der Freiarbeit.

Dies sind die Grundsätze unserer Arbeit.

In einzelnen Fällen ist eigene Lernantrieb oder Orientierung der Kinder weniger stark ausgeprägt, so dass es diesen schwer fällt, sich selbstständig und gezielt einem Material zuzuwenden. Dann unterstützen Pädagogen/Pädagoginnen indem sie geeignete Materialien vorschlagen und vorstellen.

Da jedes Kind in eigenem Tempo lernt und inhaltliche Schwerpunkte zu verschiedenen Zeiten wählt, ist eine vergleichende Bewertung der Lernleistungen durch Noten unsinnig. Die verwendeten Materialien enthalten Selbstkontrollen, welche Lernerfolge unmittelbar rückmelden. Zudem finden Lerngespräche zwischen Päd. und Kindstatt, welche die Reflektion des Kindes über eigene Lernfortschritte fördern. Sie können bestärken und motivieren.

Das Vertrauen der Eltern ist fundamental wichtig: in ihre Kinder, die lernen wollen und dies auch nach Kräften tun und Pädagoginnen, die mit sehr viel Erfahrung und Erfolg schon seit über 13 Jahren diese Pädagogik betreiben.

Ihr Team der Pettenkofer Grundschule

Bildung am Lebensanfang könnte die derzeitige und zukünftige Gesellschaft wirklich verändern.

Maria Montessori